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Training · 04. September 2026

Parcours und individuelles Training

Der Freitag brachte wieder zwei Einheiten mit sehr unterschiedlichem Zuschnitt: Bei den Kindern stand ein volles Programm von Parcours bis Kata an, bei den Erwachsenen wurde es durch viele Absagen ausgesprochen persönlich. Zwei Wege, ein Ziel – und in beiden Gruppen wurde am Ende ordentlich durchgeatmet.

Kindertraining: Parcours, Ticker und Kata

Zum Aufwärmen wartete Brittas Beweglichkeits- und Gleichgewichtsparcours. Station für Station wurden Dehnfähigkeit und Standfestigkeit abgefragt – und wer glaubt, Gleichgewicht sei reine Kopfsache, hat noch nie versucht, es auf einem Bein mit Bewegung zu behalten.

Anschließend sorgte der Karate-Ticker für Tempo. Fangen mit Karate-Regeln trainiert Reaktion und Distanzgefühl ganz nebenbei – die Kinder merken vor allem, dass es Spaß macht, und erst hinterher, dass sie außer Atem sind.

Danach ging es an die Kräftigungsübungen mit dem Partner. Zu zweit ist Kraft eben nicht nur die eigene: Man hält, stützt und fordert sich gegenseitig, und aufgeben lässt sich deutlich schlechter, wenn jemand direkt gegenüber steht.

Der technische Schwerpunkt lag bei der Selbstverteidigung gegen Stockangriffe. Es folgte Gohon Kumite auf den Stufen Jodan, Chudan und Gedan – fünf Angriffe, fünf saubere Abwehrbewegungen und ein Konter, bei dem Zählen und Timing zusammenpassen müssen.

Zum Abschluss standen die Kata Heian Shodan, Heian Nidan und Heian Sandan auf dem Programm, bevor Abwärmübungen die Einheit ausklingen ließen. Nach so viel Tempo tut es gut, den Puls wieder auf Normalmaß zu bringen.

Erwachsenentraining: Individuelles Training

Viele Absagen im Trainer- und Teilnehmerkreis machten aus dem gemeinsamen Plan diesmal ein sehr persönliches Trainingsprogramm. Statt einer großen Gruppenlinie arbeitete jeder an dem, was als Nächstes auf dem eigenen Prüfungszettel steht. Das war weniger „alle machen alles“ und mehr „jeder macht es richtig“.

Kihon und Kata

Dabei ging jeder sein Kihon-Programm durch. Gerade im individuellen Training zeigt sich schnell, wo eine Technik schon sitzt und wo sie noch einmal nachgeschliffen werden möchte. Grundschule bleibt eben die Stelle, an der Karate nicht schummeln kann.

Auch die eigene Kata wurde mehrfach gelaufen. Wiederholung für Wiederholung wurde aus dem Prüfungsprogramm ein Prüfungs-Check: Ablauf, Haltung, Richtung und Rhythmus mussten immer wieder zusammenfinden. Wer allein läuft, hat keine Gruppe zum Verstecken, aber dafür viel Platz für ehrliche Korrektur.

Zum Abschluss kam noch eine Runde Kräftigungsübungen dazu. Danach waren alle ordentlich erschöpft und konnten ins Wochenende starten. Manchmal ist ein Training eben individuell, aber der Muskelkater bleibt trotzdem Mannschaftssport.