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Training · 19. August 2026

Erstes Training nach den Ferien

Die Ferien sind vorbei, die Tatami ist wieder belegt – und wer gehofft hatte, dass es nach der Pause erst einmal gemütlich losgeht, wurde freundlich, aber bestimmt eines Besseren belehrt. Statt sanftem Wiedereinstieg stand ein Thema auf dem Programm, das keine Aufwärmrunde für die Nerven kennt: Selbstverteidigung.

Selbstverteidigung zum Auftakt

Karate ohne Anwendung bleibt Theorie in weißer Baumwolle. Deshalb ging es gleich in der ersten Einheit darum, Techniken nicht nur schön, sondern brauchbar zu machen. Der Unterschied zwischen „das sieht gut aus“ und „das funktioniert“ zeigt sich eben erst, wenn tatsächlich ein Gegenüber im Weg steht.

Pratzen statt Luft

Damit die Technik nicht ins Leere läuft, kamen die Pratzen zum Einsatz. Sie sind die ehrlichsten Trainingspartner im Dojo: Sie loben nicht, sie diskutieren nicht, sie geben schlicht zurück, was man hineingesteckt hat. Wer sauber trifft, hört es – wer daneben zielt, merkt es ebenfalls. Nebenbei ist die Pratze auch das beste Argument gegen den Ferienschlendrian in der Hüfte.

Kontakt und der Schockmoment

Der zweite Schwerpunkt war das Training mit Kontakt. Nicht, um sich gegenseitig zu beeindrucken, sondern aus einem sehr nüchternen Grund: Ein Treffer fühlt sich anders an, als man ihn sich vorstellt. Genau dieser kurze Moment der Überraschung – der Schockmoment – ist im Ernstfall der gefährlichste Augenblick, weil er das Denken für einen Wimpernschlag anhält.

Wer diesen Moment im Training schon einmal erlebt hat, verliert ihm gegenüber den Respekt nicht, aber die Ratlosigkeit. Deshalb wird kontrolliert und mit klaren Absprachen gearbeitet: Der Schreck darf ins Dojo, die Verletzung bleibt draußen.

Ein Auftakt, der zeigt, dass die Sommerpause zwar den Trainingsrhythmus unterbrochen hat, nicht aber den Anspruch. Wir freuen uns auf die kommenden Einheiten – und auf alle, die wieder mit dabei sind.