An diesem Trainingsabend drehte sich fast alles um den einen Schritt zu viel oder zu wenig – also um Abstand und Timing.
Grundschultechniken als Basis
Zum Aufwärmen und als Vorbereitung standen zunächst Grundschultechniken auf dem Programm. Sie bildeten das Fundament für das, was danach kam: das Kaeshi-Ippon-Kumite. Wer hier bei Abstand oder Technik schlampt, merkt es meist erst, wenn es zu spät ist.
Kaeshi-Ippon-Kumite mit wechselnden Partnern
Im Kaeshi-Ippon-Kumite wurde mit wechselnden Partnern geübt. Der Reiz dabei: Jeder neue Partner bringt sein eigenes Tempo, seine eigene Reichweite und damit auch ein Stück neue Unsicherheit mit – die es Angriff für Angriff wieder in Sicherheit zu verwandeln galt.
Vorbereitung zum Jiyu-Ippon-Kumite
Nach einer gezielten Vorbereitung ging es weiter zum Jiyu-Ippon-Kumite. Hier wird die Form freier, der Kopf muss dafür aber umso wacher bleiben.
Jiyu-Ippon-Kumite: frei, aber nicht beliebig
Auch das Jiyu-Ippon-Kumite lief mit wechselnden Partnern. Der Verteidiger durfte dabei im Wechsel zwischen Gleitschritt und ganzem Schritt wählen – zwei Wege, die beide zum gleichen Ziel führen, aber ganz unterschiedliches Timing verlangen. Besonders spannend wurde es, wenn die Abwehr nicht nur mit den Armen, sondern auch mit Beintechniken als Konter beantwortet wurde: Wer sich zu sehr auf die Fäuste konzentriert, hat am Ende oft die Beine übersehen.
Zum Abschluss: Kata Kanku Dai
Den Ausklang bildete die Kata Kanku Dai – nach so viel Partnerarbeit eine willkommene Gelegenheit, noch einmal ganz bei sich selbst zu sein, bevor der Trainingsabend zu Ende ging.